Unser E-Bass Lehrer Steffen Knauss im Interview

on Mittwoch, 05 November 2014. Posted in E-Bass

E-Basslehrer-steffen-knaussNachdem der E-Bass lernen- Videokurs (hier) von Steffen Knauss erfolgreich gestartet ist, haben wir nun wieder etwas Zeit gefunden um zu bloggen. Deswegen haben wir die Gelegenheit genutzt, Steffen zu einem Interview zu bitten. Dieser Bitte ist er sehr gerne nachgekommen. So ein Interview ist doch immer auch eine gute Gelegenheit, mal etwas mehr "Hinter die Kulissen" blicken zu lassen, wie dies z.B. in der Vorstellung der Musiklehrer, oder sonst wo möglich ist.

Du erfährst in dem Interview unter anderem, was für Steffen Knauss die wesentlichen Vorteile eines Online- Musikunterrichts sind, was er im Vorfeld für Bedenken hatte, was er E-Bass Anfängern für Tipps zum Spielen gibt und noch vieles mehr.

Also, viel Spaß mit dem Interview. Und sollten noch Fragen offen bleiben, dann nutze einfach die Kommentar- Funktion ;-)

 

Hallo Steffen,

bitte stelle dich doch den Besuchern von www.meineMusikschule.net kurz vor. Vielleicht kennen Dich noch nicht alle Leser unseres Blogs.

Meine Name ist Steffen Knauss und ich bin hauptsächlich als Live- und Studio-Bassist für viele verschiedene internationale Bands und Solokünstler tätig. Den Großteil meiner Musikausbildung hab ich in den USA absolviert und gebe seit vielen Jahren privaten Musikunterricht für E-Bass und Kontrabass.

 

War der Bass Dein erstes Instrument oder hast Du - wie bei vielen Bassisten ja üblich – erst Gitarre gespielt?

Steffen-Knauss-mit-E-Bass-auf-der-BühneMein Vater hat früher in den amerikanischen GI-Bands Klavier gespielt. Dadurch stand bei uns eigentlich immer ein Klavier in der Wohnung, auf dem ich meine ersten musikalischen Versuche startete. So richtig los ging es bei mir aber mit 13 Jahren, als ein Freund von mir noch einen Bassisten für seine Band suchte. Wir sind dann gleich los in den nächsten Musikladen und haben uns umgeschaut bzw. ich hab dann auch gleich meinen ersten Bass gekauft, weil ich mich sofort in das Instrument verliebt habe.

Der E-Bass und Kontrabass sind auch immer meine Hauptinstrumente geblieben. Ich kann zwar etwas Klavier, Gitarre und Schlagzeug bzw. Percussion spielen, das reicht aber wirklich nur zum Hausgebrauch. Es hilft aber unglaublich dabei die Musik und die anderen Musiker besser zu verstehen.

 

Du gibt’s ja nicht nur Privatunterricht, sondern hast ja auch in Kooperation mit uns einen Online-Videokurs für E-Bass entwickelt. Das ist ja nicht gerade die übliche Art des Unterrichts.

Ich arbeite eigentlich schon lange an Konzepten für Onlineunterricht und hab auch immer wieder überlegt, das ganze irgendwie in den Privatunterricht bei mir mit einzubauen. Als dann die Anfrage von MeineMusikschule.net kam, war das dann das Zeichen mich mit dem Thema ernsthaft auseinanderzusetzen.

 

Wo siehst Du die wesentlichen Vorteile eines solchen Unterrichts?

Für mich liegt der entscheidende Vorteil darin, dass man die einzelnen Lektionen jederzeit wiederholen kann, bzw. sich einzelne Teile davon auch öfter anschauen kann. Bei konventionellem Unterricht kann es schon mal vorkommen, dass ein Schüler zu Hause nicht mehr genau weiß, wie eine bestimmte Übung geht. Der kann dann erst wieder in der nächsten Unterrichtsstunde nachfragen.

 

Hattest Du auch Bedenken vor dem Start des Projektes?

Ich selbst bin da sehr offen und immer an neuen Methoden interessiert. Was man natürlich immer wieder hört ist, dass der persönliche Kontakt zu einem Lehrer fehlt. Und das stimmt natürlich auch. Im Privatunterricht kann man viel mehr auf die einzelnen Stärken und Schwächen von Schülern eingehen.

Ich persönlich denke aber, dass der Onlineunterricht viele Musikinteressierte dazu bringen kann, überhaupt ein Instrument zu lernen. Vor allem Berufstätige, die nicht immer Zeit haben regelmäßig den Unterricht zu besuchen, können natürlich extrem von einem Onlineangebot profitieren. Oftmals führt das ja dann auch dazu, zusätzlich Workshops oder Seminare zu besuchen und dort das persönliche Feedback von einem Lehrer zu bekommen.

Ich finde es wesentlich besser, wenn jemand über das Internet lernt ein Musikinstrument zu spielen, als es gar nicht erst zu versuchen, weil es in der Nähe keinen passenden Lehrer gibt oder er zeitlich nicht vorausplanen kann.

 

Was empfiehlst Du denn Bassschülern, die nur wenig Zeit haben, aber trotzdem ein Instrument lernen wollen?

Eigentlich benötigt man überhaupt nicht so viel Zeit zum Üben. Oftmals liegt es vielmehr am mangelnden Konzept. Da wird dann wie früher in der Schule noch schnell am Tag vor dem Unterricht eine Mammut-Übungssession eingelegt, anstatt sich täglich 15 – 30 Minuten konzentriert mit dem aktuellen Material zu beschäftigen. Außerdem muss man natürlich unterscheiden zwischen „üben“ und „spielen“. Meine Übungsroutine für Anfänger sieht z.B. so aus:

  • 2 Min. Warm-Up Übungen für die linke und rechte Hand
  • 5 Min. Rhythmik- und Grooveübungen zum Metronom bzw. Drumgroove
  • 5 Min. Harmonielehreübungen anhand von Basslines bzw. Tonleiteretüden
  • 5 - 10 Min. Songs spielen

Das ist ähnlich wie beim Sport. Wenn man solche Abläufe einhält, und die möglichst regelmäßig macht, dann bringt das viel mehr als einmal in der Woche 5 Stunden am Stück zu irgendwelchen MP3s zu spielen.

 

Der Bass ist ja ein Instrument, das man im Normalfall nicht von der Omi zu Weihnachten geschenkt bekommt. Was ist denn für Dich der Reiz am Bassspielen?

Steffen-Knauss-mit-dem-BassDa hast Du natürlich recht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Bassisten entweder das Instrument bewusst gewählt haben, weil sie irgendwo ein Konzert gesehen haben und von dem Bass einfach begeistert waren, oder der Klassiker: man gibt dem Rhythmusgitarristen einfach mal den Bass in die Hand.

Als Bassist muss einem schon klar sein, dass man grundsätzlich mal dazu da ist, mit dem Schlagzeuger zusammen für den richtigen Groove zu sorgen. Wenn wir jetzt mal von den großen Virtuosen wie Jaco Pastorius, John Patitucci, Victor Wooten, Scott La Faro etc. absehen, zeigt sich, dass der Bassist vor allem ein Fundament für die Band legt.

Der große Reiz am Bass spielen liegt für mich darin, eine Verbindung zwischen Groove und Harmonie bzw. Melodie herzustellen. Ich versuche den Sängern und den Mitmusikern durch mein Bassspiel eine Art Sicherheit zu geben. Quasi ein fertig gemachtes Bett, in das sie sich legen können und sich wohlfühlen.

Wenn es dann ums Solieren geht oder die Bassparts auch mal harmonisch ausgefeilter sein dürfen, dann freu ich mich natürlich sehr über die Gelegenheit. Meine Lehrer in den USA nannten das dann immer „the icing on the cake“. Das „Sahnehäubchen“ sozusagen.

 

Wie hältst Du Dich als Musiklehrer auf dem Laufenden? Gibt es hier spezielle Magazine die Du liest, besuchst Du Workshops bei anderen Lehrern, oder was machst Du?

Ich hole mir bereits seit Jahren den Großteil meiner Infos aus dem Internet. Das können dann Newsletter, Video-Workshops, Notenmaterial etc. sein. Da kauf ich dann auch gerne mal direkt bei den Bassisten bzw. sonstigen Musikern deren DVD und Lehrbücher.

 

Was machst Du denn, wenn Du nicht als Bassist auf der Bühne stehst?

Wenn ich nach Konzerten bzw. einer Tour wieder nach Hause komme, versuche ich möglichst viel Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Da wird dann gekocht, Freunde eingeladen und gefeiert. Außerdem lese ich sehr gerne Biographien und natürlich auch spannende und lustige Bücher die nichts direkt mit Musik zu tun haben.

Ansonsten bin ich leidenschaftlicher American Sports Fan und schau mir sehr gerne die Spiele der NFL und der NBA an. Was ich sehr gerne noch mehr machen würde, ist mehr Fahrradfahren bzw. auch sonstigen Sport treiben. Das klappt aber zur Zeit irgendwie nicht ganz so gut.

 

Vielen Dank für das Interview Steffen. Unsere Leser des Blogs freuen sich sicher sehr darüber, etwas mehr nun von Dir und Deinem E-Bass Kurs erfahren zu haben. Und sollten wir hier vielleicht noch ein paar Fragen offen gelassen haben, so kannst Du ja diese dann im Kommentarfeld noch direkt beantworten.

 

Wer nun Lust dazu bekommen hat, selbst auch E-Bass zu spielen, der sollte jetzt gleich sich einen Zugang zum Videokurs von Steffen Knauss sichern. Hier:

Kommentare (3)

  • Rene

    Rene

    19 November 2014 um 21:55 |
    Das ist ja mal eine richtig coole Idee. Im Internet Bass zu lernen; ich glaube, dass ich das machen werde. Wenn ich mit die Bassisten immer so ansehe, dann sind das immer so die coolen Typen; da kommen die anderen einfach nicht ran - und sowas steht mir glaube ich.

    Macht Euch bereit - ich kauf mir ein Bass und komme dann :-D

    antworten

  • Siegmar

    Siegmar

    19 November 2014 um 22:03 |
    Hallo Rene,

    beim Freischalten von Deinem Kommentar musste ich schmunzeln. Ich habe gedacht, wie Blind ist man denn so manchmal. Beim Texten von der Verkaufsseite habe ich an alles gedacht, also was der Kurs so alles Bietet, die Vorstellung von Steffen und das ganze - doch dass man auch noch schreiben könnte, dass man mit Hilfe von dem Kurs "in die Liga der lockeren und coolen Bassisten aufsteigt", das habe ich total übersehen. Haha!

    Wir freuen uns darauf, dich als Schüler begrüßen zu dürfen!

    Freundliche Grüße
    Siegmar

    antworten

  • Andreas

    Andreas

    20 November 2014 um 13:00 |
    Yeah sehr cool, daß jetzt auch die Tieftöner hier vertreten sind!

    antworten

Bitte Kommentar schreiben

Sie kommentieren als Gast.

Login / Logout